Die Wirtschaftsstruktur von Nordrhein-Westfalen

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Spitzenstandort für Produzenten und Zulieferer

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft besteht aus einer Mischung von Großkonzernen und mittelständischen Betrieben. Mit 763.000 kleinen und mittleren Unternehmen stellt der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen rund 70,6 Prozent aller Arbeitsplätze und erwirtschaftet 42 Prozent der Nettowertschöpfung.

Zugleich haben 19 der 50 umsatzstärksten deutschen Unternehmen ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen, darunter E.ON, Metro, Deutsche Telekom, Rewe, RWE, Deutsche Post DHL, ThyssenKrupp und Bayer.

Mit der Metropole Ruhr als Kernraum ist Nordrhein-Westfalen die stärkste Industrieregion Europas. Hier sitzen große Industrieunternehmen von Weltrang ebenso wie Dutzende kleinerer Unternehmen, die in ihren Geschäftsfeldern führend sind. 19,6 Prozent der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen sind im Industriesektor beschäftigt.


Umsätze nach Branchen 2009 (in Mrd. Euro)

Balkendiagramm; größte Branchen in Nordrhein-Westfalen nach Umsatz Quelle: IT.NRW 2010, Umsatzzahlen beziehen sich auf Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten

Maschinenbau: Der größte industrielle Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen ist der Maschinenbau mit über 197.000 Beschäftigten (21,1 Prozent Anteil in Deutschland). Bedeutende Maschinenbau-Unternehmen sind z.B. Claas, GEA, Gildemeister und SMS. 2009 betrug der Anteil der über1.400 nordrhein-westfälischen Betriebe am deutschen Jahresumsatz 22,9 Prozent.

Chemie (ohne Pharma): Nordrhein-Westfalen ist der wichtigste Chemiestandort Deutschlands. Gemessen am Umsatz nimmt das Land EU-weit Rang 6 und weltweit Rang 11 ein. 2009 betrug der Anteil Nordrhein-Westfalens am deutschen Jahresumsatz 34,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag bei rund 85.200 Beschäftigten (27,7 Prozent Anteil in Deutschland). Die Zahl der nordrhein-westfälischen Betriebe belief sich auf über 400. Bedeutende Chemieunternehmen sind z. B. ALTANA, Bayer,  Cognis, Evonik Industries, Henkel und LANXESS.


Starke Industrie bietet gutes Umfeld für Dienstleister

Nirgendwo sonst in Deutschland tragen unternehmensnahe Dienstleister (z.B. Beratung, Ingenieurbüros, EDV, F&E) – ein Großteil davon als Geschäftspartner von Industrieunternehmen – so viel zu Innovation und Wertschöpfung bei wie in Nordrhein-Westfalen. Die Stärke der Industrie in Nordrhein-Westfalen beruht zu einem wesentlichen Teil auf der Stärke dieser industrienahen Dienstleistungsfirmen.

Fast 30 Prozent des Umsatzes, den unternehmensnahe Dienstleister im engeren Sinne in Deutschland erwirtschaften, stammen aus Nordrhein-Westfalen – so viel wie aus keinem anderen Bundesland. Ähnlich sieht es bei der Beschäftigung aus: Rund 28 Prozent aller in Deutschland tätigen Personen in den unternehmensnahen Diensten arbeiten in Nordrhein-Westfalen. Hier sind auch knapp 24,2 Prozent der Firmen aus den zugehörigen Wirtschaftsgruppen ansässig.

Strukturwandel: Wurden 1970 noch 55,7 Prozent der Bruttowertschöpfung des Landes in der Industrie und nur 42,3 Prozent mit Dienstleistungen erarbeitet, so hat sich dieses Verhältnis bis 2009 mehr als umgekehrt. Im Jahr 2009 dominierten in Nordrhein-Westfalen die Dienstleistungen mit 73,2 Prozent im Vergleich zu 26,2 Prozent der Industrie.


Bruttowertschöpfung 2009 - 466 Mrd. EUR

Kreisdiagramm; Bruttowertschöpfung 2009 nach Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung Quelle: IT.NRW

Die Zahl der Erwerbstätigen im Produktionssektor sank von 1970 bis 2009 von 3,8 Millionen auf 2,1 Millionen. Im Dienstleistungssektor stieg sie um mehr als eine Million auf 6,5 Millionen.

Zu den größten Arbeitgebern im Dienstleistungsbereich in Nordrhein-Westfalen zählen: Deutsche Telekom, Deutsche Post, Deutsche Lufthansa, Bertelsmann sowie Vodafone D2.
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