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Indischer Chip-Entwickler AnSem startet am Standort Duisburg durch

Ein Interview mit Britta Olschner, Site Lead Germany, über den Aufbau des neuen Development Centers des indischen Chip-Herstellers AnSem aus dem Hause Cyient in Duisburg während der Covid-19-Pandemie.

© Ansem

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Olschner ist bei Cyient als Site Lead für den deutschen Markt zuständig und gibt interessante Einblicke in die Pläne des Unternehmens für den Standort Duisburg und die Talent-Akquisition.

Ihr Unternehmen entwickelt Chips im Bereich Automobil-, Medizin- und Halbleiterindustrie. Was zeichnet Ihren Service besonders aus?

Cyient entwickelt in der Business-Unit "Semicon" kundenspezifische Chips. Wir haben in Europa mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Chipentwicklung. Diese ASICs (Application-specific integrated circuit) sind immer kundenspezifisch, jeder Kunde (z.B. aus Automobil, Medizin oder Industrie) kann seine genauen Anforderungen in einen für ihn optimierten ASIC umsetzen lassen. Unser Service umfasst den vollen Entwicklungs-Zyklus eines Chips: von der Definitions-Phase über die Entwicklung und Validierung des Chips im Labor bis hin zur Produktion. 

Sie haben Anfang letzten Jahres den Standort in Duisburg von Intel erworben, um ein Development Center für Halbleitertechnologien zu errichten. Wie kam es dazu, und warum haben Sie sich für den Standort in NRW entschieden?

Unser neuer Standort in Duisburg ergänzt die Standorte in Belgien (Leuven) und in den Niederlanden (Enschede). Mit einem neuen Standort in Duisburg hat man nicht nur die Chance ergriffen, ca. 30 hoch qualifizierte Ingenieure zu gewinnen, sondern auch dem deutschen Markt (vor allem der deutschen Automobilindustrie) und deren Kunden näher zu kommen.

Der Start von Cyient in Duisburg war aufgrund der Covid-19 Pandemie leider stark erschwert. Wie haben Sie diese Phase gemeistert?

Wir haben ein großartiges Team bei Cyient und wurden herzlich von ihnen aufgenommen und integriert. Obwohl wir kaum einen der neuen Kollegen persönlich kennenlernen konnten, haben wir uns Dank Videokonferenzen, einem sehr guten Trainingsplan und einer hochwertigen Entwicklungs-Umgebung sehr schnell mit unseren Erfahrungen in die laufenden Projekte eingebracht. Natürlich hat es uns auch sehr geholfen, dass sich zumindest hier am Standort Duisburg alle Mitarbeiter schon lange Zeit durch die gemeinsame Vergangenheit bei Intel kannten.

Zum Glück ist es in unserem Bereich sowieso üblich und auch möglich, vieles aus dem Remote-Office zu machen, somit konnte das Geschäft im Prinzip wie gewohnt weiterlaufen.

Wie geht es jetzt mit dem Development Center weiter?

Wir hoffen, dass sich das Cyient Team mal persönlich dort treffen kann und wir auch wieder im Büro gemeinsam arbeiten können. Das war aufgrund von COVID-19 natürlich eingeschränkt. Dank steigender Auftragslage sind wir auch in der glücklichen Position, weitere Mitarbeiter einstellen zu können. Offene Stellen finden Sie hier.

Desweiteren hoffen wir natürlich, dass sich weitere technologische Firmen an dem Standort ansiedeln werden und unser Netzwerk noch weiter ausgebaut werden kann.

Vielerorts herrscht Fachkräftemangel. Wie schaffen Sie es, Talente an sich zu binden?

Wir bei Cyient bieten sehr interessante Jobs im Rahmen von innovativen Projekten an. Unser Halbleiter-Team ist hochqualifiziert und hochmotiviert, es gibt sowohl innerhalb dieses Teams gute Entwicklungsmöglichkeiten, als auch im weltweiten Cyient Team. Wir sind ein internationales und auch sehr vielfältiges Team, Integrität und Respekt sind unsere integralen Werte. Und damit erhoffen wir uns auch in Zukunft, Talente zu gewinnen und auch zu behalten.