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NRW.INVEST im Gespräch mit …

Frank Sportolari, Deutschland-Chef des US-amerikanischen Logistikunternehmens UPS. Im Interview spricht er u.a über seine neue Position als Präsident der AmCham Germany und seine Verbindung zu NRW.

  • Herr Sportolari, bereits vor 42 Jahren eröffnete das Logistikunternehmen UPS in Neuss die erste deutsche Niederlassung. Welche Vorteile bietet der Standort NRW für das Unternehmen?

NRW liegt sehr zentral in Europa, was es zu einem idealen Ort für Logsitik macht. So haben wir unser europäisches Drekhkreuz, unser Air Hub, für alles, was aus Zeitgründen geflogen werden muss, am Köln Bonn Airport und beschäftigen dort mittlerweile über 3.000 Mitarbeiter. Unsere starke Präsenz in einer bevölkerungsreichen Region bedeutet für uns auch Nähe zu vielen Kunden, denen wir ein zuverlässiges Tor zur Welt anbieten. Es gibt auch Unternehmen, die sich z.B. in der Nähe unseres Air Hubs niedergelassen haben, um einen möglichst schnellen Zugang zu unserer globalen Infrastruktur nutzen zu können.

  • Was verbindet Sie persönlich, nach sieben Jahren bei UPS, mit NRW?

Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl hier. Meine vier Kinder gehen alle auf ein Gymnasium in Düsseldorf und betrachten sich als Düsseldorfer. Dies zeigt sich auch darin, dass sie bisweilen in rheinischer Mundart sprechen – was meine Frau, eine Hamburgerin, dann zu korrigieren versucht. Mit mäßigem Erflog allerdings.

  • Die Mitglieder der Amerikanischen Handelskammer (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") in Deutschland haben sie vor kurzem zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Welche Ziele wollen Sie in Ihrer Amtszeit umsetzen?

Wir befinden uns in turbulenten Zeiten, gerade auch im Hinblick auf den transatlantischen Handel. Die AmCham muss eine Stimme für all die vielen Unternehmen sein, die hier oder in den USA investiert haben. Wir müssen sicherstellen, dass diese Stimme gehört wird – und es wird eine Stimme der Vernunft sein. Wir müssen deutlich machen, dass der transatlantische Handel und die gegenseitigen Investitionen wesentlich zum Erfolg beider Länder beitragen und Wohlstand auf beiden Seiten fördern.

  • Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort NRW in Bezug auf die Veränderungen des Handels mit den USA?

Die momentanen Entwicklungen sind durchaus besorgniserregend. Handel schafft Wohlstand und Handelsbarrieren bedrohen Handel. Die Beziehung zwischen NRW und den USA sind aber stark und fußen mittlerweile auf einer erfolgreichen Tradition. Es ist wichtig, den Dialog zu führen und Argumente zu verdeutlichen.