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Schweizer Spezialist für Hightech-Schränke über NRW: „Die Standortfaktoren waren einfach unschlagbar“

Nach über einem halben Jahr in NRW zieht das Schweizer Unternehmen Zippsafe eine durchweg positive Bilanz. Der Spezialist für Hightech-Schrank- und Spindsysteme will nun weiter wachsen.

© Zippsafe

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Das Scale-up Zippsafe fühlt sich pudelwohl an seinem neuen Standort in Düsseldorf: „Die Standortfaktoren für NRW waren einfach unschlagbar“, sagt Jonathan Grahm, Chief Commercial Officer des Unternehmens. Seit Sommer 2021 ist der Spezialist für Hightech-Schränke aus der Schweiz in der Rheinmetropole heimisch. Um den hiesigen Markt von seinen Produktlösungen zu überzeugen, war den Verantwortlichen klar: Wir müssen auch in Deutschland präsent sein. Die Wahl für ihre Zentrale fiel dabei auf Düsseldorf. Grahm: „In NRW erwarteten uns ähnliche Voraussetzungen wie in der Schweiz: Es ist ein stark industriell entwickeltes Bundesland und ein großer Ballungsraum, in dem platzsparende Schrank- und Spindlösungen auf viele Anwendungsfälle treffen. Hightech und Innovation muss man sich leisten wollen. Und das sehen wir in NRW.“

Zippsafe ist anders als herkömmliche Spinde, wie sie beispielsweise in Krankenhäusern oder in der Industrie verwendet werden: Statt auf starres Metall setzt das Unternehmen auf flexible, polymergewebebasierte Schließtaschen – das bringt eine Platzersparnis von bis zu 70 Prozent, verkündet das Unternehmen stolz. Dazu verbirgt sich in den Kleideraufbewahrungsystemen Hightech „Made in Switzerland“: Belüftungs- und Trocknungssysteme sorgen dafür, dass die Übertragung und Vermehrung von Krankheitserregern gemindert sowie die Luftqualität im Raum gesteigert wird. Die integrierte IT-Architektur ermöglicht Prozess- und Kostenoptimierungen über ein digitales Zutrittsmanagement, Live-Überwachung und Datenanalyse. Schlüsselmanagement entfällt so gänzlich. Das scheint zu überzeugen: In Deutschland zählt das Unternehmen, Stand heute, bereits 49 Kunden – Tendenz steigend. In NRW gehören beispielsweise das St.Vincenz-Krankenhaus in Paderborn, das Franziskus Hospital in Bielefeld und der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef in Wuppertal dazu.

Geholfen bei der Ansiedlung hat NRW.Global Business. Zippsafe ist über die Online-Angebote der Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft auf die Beratungsangebote gestoßen. Monika Beck, zuständig für die DACH-Region bei NRW.Global Business: „Wir haben Zippsafe mit individuellen Infomaterialen über die Standorte versorgt – und überzeugt. Mit Freude haben wir dann von der Gründung des neuen Standorts erfahren“. Auch Zippsafe ist von der Arbeit von NRW.Global Business begeistert. Grahm: „Wir schätzen das Ökosystem von NRW.Global Business und deren Bestrebungen im Sinne der Wirtschaftsförderung sehr. Wir sind sehr gespannt, welche Kontakte sich darüber ergeben.“

Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich seit Sommer um den deutschen Markt. Der Standort soll bereits in naher Zukunft ausgebaut werden: „Wir planen mit 10 Personen bis Ende 2022“, verrät Grahm. Dann soll es nicht mehr nur um Deutschland gehen. Denn das Unternehmen hat einen weiteren Vorteil von NRW längst erkannt: Die Nähe zu Ländern wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Auch hier will das Unternehmen in den nächsten Jahren ihre Aktivitäten ausbauen. Grahm: „Durch unser Büro in Düsseldorf können wir weitere Märkte perfekt erschließen.“
 

Herr Grahm hat sich zudem noch Zeit für ein kleines Interview genommen. Darin erklärt er uns, warum Zippsafe NRW als Standort ausgewählt hat, was ihn hier am meisten überrascht hat und warum er niemals mit dem Gedanken gespielt hat, ins „hippe“ Berlin zu ziehen.

  • NRW.Global Business: Herr Grahm, was würden Sie Unternehmen raten, die darüber nachdenken, in NRW einen Standort zu eröffnen?

Abhängig von der Branche mag die Antwort anders ausfallen. In unserem Fall mit dem Wunsch ein Vertriebsnetzwerk aufzubauen, ist NRW ideal. Wir können sagen, dass wir die Entscheidung nie bereut haben, im Gegenteil. Gerade bei internationalen Ambitionen eignet sich Düsseldorf als überschaubare, aber dennoch weltoffene Stadt mit internationalem Flair perfekt. Die Wege sind kurz, die Menschen sehr zugänglich.

  • NRW.Global Business: Was hat Sie am Standort NRW am meisten verblüfft? Womit haben Sie nicht gerechnet?

NRW besticht durch eine unglaubliche Bevölkerungsdichte. Die Nähe der Städte ist wohl einzigartig. In nur zwei Stunden Autofahrt erreicht man Millionen von Leuten. Gefühlt reiht sich eine (Groß)stadt an die nächste. Neben der Quantität stimmt in unseren Augen auch die Qualität. Es gibt viele große und für uns relevante Abnehmer aus Gesundheitswesen und Industrie. Die Freundlichkeit und Offenheit der Leute waren vielleicht nicht überraschend, aber wird extrem geschätzt.

  • NRW.Global Business: Warum haben Sie sich für NRW und gegen einen Standort in z.B. Berlin entschieden?

Für uns entscheidend war einerseits der große Wirtschaftsraum. Andererseits ist Düsseldorf und NRW im Allgemeinen geostrategisch sehr gut gelegen. Es gibt viele Einwohner, eine hohe Bevölkerungsdichte und relativ große Kaufkraft sowie unmittelbare Grenznähe zu attraktiven Märkten. Auch die Verkehrsanbindung hat eine entscheidende Rolle gespielt. Die direkten Flüge aus Zürich, der ICE, etc. haben uns überzeugt. Weshalb nicht Berlin? Für uns waren emotionale Beweggründe – „Berlin ist hip und cool“ – nicht ausschlaggebend. NRW macht für uns wirtschaftlich und rational einfach Sinn.