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Nordrhein-Westfalen eröffnet eine eigene Repräsentanz in Polen

Düsseldorf/Warschau, 28. April 2016 – Heute eröffnete Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, in Anwesenheit von Katarzyna Kacperczyk, Staatssekretärin im Außenministerium der Republik Polen, und Rolf Nikel, Botschaf­ter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, offiziell die neue Auslandsnieder­lassung NRW.INVEST Poland in Warschau. Deutschlands bedeutendste Wirt­schaftsregion will so ihre Beziehungen zum osteuropäischen Nachbarn ausbauen. An der Eröffnungsveranstaltung am Abend nahmen Staatssekretärin Jadwiga Emilewicz, Entwicklungsministerium der Republik Polen, und über 100 Gäste aus Wirtschaft und Politik aus Nordrhein-Westfalen und Polen teil.

„Polen gilt als Zugmaschine des Wirtschaftswachstums innerhalb der Europäischen Union – Experten erwarten bis 2017 Wachstumsraten von jährlich 3,5 Prozent. NRW nimmt unter den deutschen Bundesländern eine führende Rolle im Handel mit Polen ein und kann von solchen Perspektiven nur profitieren“, so Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky. „Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sind historisch gewachsen – sie leben nicht nur von der engen wirtschaftlichen Zusam­menarbeit, sondern auch von einer starken polnischen Gemeinschaft in NRW. Wir freuen uns daher, dass wir im Jahr des 25-jährigen Jubiläums des deutsch-polni­schen Nachbarschaftsvertrags mit einer eigenen NRW-Niederlassung im Land vertreten sind.“ Staatssekretärin Katarzyna Kacperczyk fügte hinzu: „Die Eröffnung einer Repräsentanz von NRW.INVEST in Warschau bestätigt das wachsende Potential der polnischen Wirtschaft und polnischer Unternehmen, die immer stär­keres Interesse an einer Auslandsexpansion zeigen. Ökonomische Diplomatie unterstützt diese Richtung der Entwicklung vom polnischen Business und wird es weiterhin tun.“

Schon heute sind fast 300 Unternehmen mit polnischer Kapitalbeteiligung in NRW angesiedelt – darunter so namhafte Firmen wie Inglot, Amica International, Forte Möbel, Meyra und Sanplast. Damit zählt das Land zu den wichtigsten Standorten für polnische Investoren in Deutschland. Die polnische Wirtschaft stärkt seit Jahren ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. „Das macht polnische Unternehmen zum attraktiven Partner für die nordrhein-westfälische Industrie“, erklärt Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.INVEST. „Wir möchten polnische Investoren über­zeugen, an Zukunftstrends wie beispielsweise Industrie 4.0 am Standort NRW mitzuarbeiten.“

Ziel des neuen Auslandsbüros ist es, die direkten Kontakte zur polnischen Wirt­schaft, zu Verbänden, Institutionen, Kammern und zur Politik zu intensivieren. Des weiteren sollen gezielt Investoren angesprochen werden, um sie über die Stärken des Wirtschaftsstandortes NRW zu informieren.

Die Leitung der Warschauer Niederlassung übernimmt Katarzyna Sokołowska. Die Absolventin der Germanistik an der Universität Wrocław sowie des eMBA-Pro­gramms an der ESCP-EAP Europäischen Wirtschaftshochschule Berlin arbeitete zuletzt als Direktorin des Polnischen Instituts in Düsseldorf. Durch ihre über 12-jäh­rige Tätigkeit für die bilaterale Diplomatie verfügt sie über einen breiten Erfahrungs­schatz rund um die deutsch-polnischen Beziehungen. Damit bringt Sokołowska die besten Voraussetzungen mit, um polnische Unternehmen bei ihrem Weg in den deutschen Markt zu begleiten.