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Nordrhein-Westfalen wirbt um polnische Investitionen

Kattowitz/Düsseldorf, 20.02.2015 – Unter Leitung von Frau Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), besucht eine Wirtschaftsdelegation vom 19. bis zum 20. Februar Kattowitz, Polens industrielles Kernland. Gemeinsam wirbt der Regionalverband Ruhr mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen NRW.INVEST, der Wirtschaftsförderung metropoleruhr (wmr) und den Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet in Schlesien für den Investitionsstandort NRW und insbesondere das Ruhrgebiet. Ziel der Reise ist der Aufbau einer langfristig angelegten Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft zwischen der Metropole Ruhr und der polnischen Metropolregion Oberschlesien sowie die Gewinnung von Investitionspartnern. Außerdem besuchte die Delegation auf Einladung von CTL Logistics, Polens größtes privates Eisenbahnunternehmen, den Terminal Slawkow und führte Gespräche über den Ausbau der Logistikverbindungen zwischen dem Ruhrgebiet und Osteuropa und das verstärkte Engagement des polnischen Unternehmens in NRW/Ruhrgebiet.

Gemeinsam mit dem Oberschlesischen Metropolverband lud die NRW-Delegation zur Auftaktkonferenz „Ruhr and Silesia Metropolises – the innovation alliance“ am 19. Februar 2015 in Kattowitz ein.   „Schlesien und das Ruhrgebiet sind jeweils das industrielle Herz ihres Landes. Dabei ist die Metropole Ruhr mit ihrem Strukturwandel schon weiter. Hier bestehen viele Chancen der Zusammenarbeit. Das hat unser Erfahrungsaustausch gezeigt“, betont Karola Geiß-Netthöfel vom RVR. „Die polnische Wirtschaft stärkt seit Jahren ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Wir möchten polnische Unternehmen gewinnen, an Zukunftstrends in Nordrhein-Westfalen mitzuwirken“, erklärt Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.INVEST. 

In einer Podiumsdiskussion debattierten deutsche und polnische Industrievertreter über die Themen Ressourceneffizienz und Industrie 4.0. „Die Metrople Ruhr ist ein starker Partner im Bereich Energieerzeugung und Rohstoffgewinnung und seit Jahren eine Topadresse für Unternehmer aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Umwelt- und Recyclingtechnik sowie für Labor-, Ingenieur- und Messdienstleistungen. Die exzellente Hochschul- und Forschungslandschaft sichert qualifizierten Nachwuchs und Technologietransfer und bietet den polnischen Unternehmen ideale Standortbedingungen“, erklärt Rasmus C. Beck, Vorsitzender der wmr-Geschäftsführung. 

Im Rahmen der Delegationsreise besuchte die Wirtschaftsdelegation auch das Tochterunternehmen des nordrhein-westfälischen Unternehmens Dolezych, einem der größten Anbieter im Bereich der Hebe- und Ladungssicherungstechnik Europas. Dolezych unterhält seit 1992 bereits eine Niederlassung in Kattowitz hat.

„Die Reise bietet für Unternehmen aus der Metropole Ruhr die Gelegenheit, ihre Kompetenzen etwa im zukunftsorientierten Markt der Ressourceneffizienz vorzustellen, um Geschäftskontakte in Schlesien zu knüpfen oder auszubauen“, so Wulf-Christian Ehrich, Sprecher Außenwirtschaft der Industrie- und Handelskammern in NRW. 

Abgerundet wurde das Programm mit einer Präsentation von Borussia Dortmund (BVB 09) zum Thema Sport als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Metropole Ruhr. Im Anschluss fand die offizielle Eröffnung der BVB-Fußballschule in Kattowitz statt.

Hintergrundinformationen:
Polen gehört inzwischen zu den Top 10 Handelspartnern Nordrhein-Westfalens. 2013 betrug der Außenhandel zwischen den beiden Ländern insgesamt 15,4 Milliarden Euro. Nordrhein-Westfalen ist Investitionsstandort Nr. 1 für polnische Unternehmen. Rund 200 polnische Firmen haben sich bereits in Deutschlands wirtschaftlich stärkstem Bundesland niedergelassen. Darunter so namhafte Unternehmen wie Amica International, Brilum Licht, Econ Reifen, Fasing, FLT-Group, Raben Logistics, Sanplast Group, SECESPOL, Tele Fonica Kable Central Europe.