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NRW präsentiert sich auf der internationalen Gewerbeimmobilienmesse MIPIM in Cannes

  • Acht Oberbürgermeister aus NRW erläutern ihre Zukunftsstrategien zu Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung

Unter dem Dach der Standortmarketingkampagne „Germany at its best: Nordrhein-Westfalen“ präsentieren sich nordrhein-westfälische Städte, Regionen und Immobilienunternehmen zum neunten Mal auf der internationalen Gewerbeimmobilienmesse MIPIM in Cannes. Organisiert von der Landeswirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST sind die Städte Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln, Mönchengladbach, Oberhausen, die Business Metropole Ruhr, die Metropolregion Rheinland sowie rund 30 Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft am NRW-Gemeinschaftsstand vertreten.

Auf dem Programm steht heute ein „Speed Dating“ zwischen acht Oberbürger­meistern aus dem Rheinland und der Metropole Ruhr sowie Vertretern der in­ternationalen Presse. „Die NRW-Städte an Rhein und Ruhr präsentieren auf der MIPIM innovative Stadt- und Quartiersentwicklung im digitalen Zeitalter“, sagt Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.INVEST. „Im Fokus stehen dabei insbesondere Smart-City-Projekte, der Wohnungsbau und die Umnut­zung von Flächen.“

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf betont: „Städtische Flächen sind ein knappes Gut. Wir entwickeln daher zahlreiche Grundstücke mit dem Ziel, die Ansprüche an Wohnen, Freizeit- und Grünflächen sowie Gewerbe im städtischen Raum unter einen Hut zu bringen. Städtische Verdichtung und Lebensqualität sind dabei kein Widerspruch: Die Menschen leben gern in urbanen Quartieren.“

Auf das Thema Wohnen fokussieren sich alle Städte ganz besonders. Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, berichtet: „Mit der Wohnungswirtschaft besteht grundlegende Übereinstimmung, dass Wohnungsbau – und dabei der bezahlbare Wohnraum – höchste Priorität haben muss.“ An die Immobilienwirtschaft appelliert sie: „Ich erwarte von Investorenseite ein gesundes Maß an sozialer Verantwortung bei der Projektausgestaltung im Wohnungsbau. Der Fokus darf nicht nur auf Renditemaximierung liegen, sondern muss vor allem Wert auf lebendige Quartiers-Durchmischung legen. Ergän­zend sollen intelligente Mobilitäts­konzepte und Klimaschutzaspekte Bestandteil jeder Projektentwicklung sein.“

Einen Schwerpunkt auf Wohnungsbau setzt auch die Stadt Bochum. Oberbür­germeister Thomas Eiskirch sagt: „Die Stadt Bochum verfolgt das strategische Ziel, jedes Jahr 800 neue Wohnungen zu schaffen. Für Bochum ist dieses Ziel ehrgeizig und soll den Wachstumskurs unterstützen.“ Eiskirch wünscht sich „ein Engagement für die Realisierung von neuen Wohnformen mit vernetzten Mobilitätslösungen vor Ort“. Dazu gehöre es auch, die „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ auszubauen.

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, unterstreicht: „Wir wollen das Wachstum vergangener Jahre von ca. 1.500 Wohnungen pro Jahr festigen und noch weiter aufstocken auf ca. 2.000 Wohneinheiten pro Jahr. Wir haben die Flächen, die Geschwindigkeit in den Planverfahren und eine gute Kooperationskultur mit der Immobilienwirtschaft und insbesondere den Wohnungsunternehmen. Dabei haben wir den nötigen qualitativen Mut – siehe PHOENIX-See – und die früheste Form von Nachhaltigkeit: nämlich westfäli­sche Dickschädeligkeit“.

Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, erhofft sich „von der Immobilienwirtschaft viel mehr neue und innovative Ansätze“. Bonn ist Standort bedeutender UN-Organisationen. Als Präsident des internationa­len Städtenetzwerks ICLEI Local Governments for Sustainability, das 1990 zum Abschluss des ersten Weltkongresses der Kommunen für nachhaltige Entwicklung in New York gegründet wurde und seinen Sitz in Bonn hat, setzt sich Sridharan „für eine weltumspannende Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit“ ein.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, verweist darauf, dass es „seit August 2018 den Green City Plan für Duisburg gibt, der Aspekte von Digitalisierung und Nachhaltigkeit vereint. Ein Herzensanliegen ist mir außerdem die Teilnahme an den jährlichen Investorenrundreisen, bei denen wir aktuelle Projekte einem Kreis ausgewählter Investoren vorstellen. Die Resonanz darauf kann sich sehen lassen; der ein oder andere Branchen­akteur hat Duisburg dabei für sich entdeckt.“

„Stadtentwicklung kann nur erfolgreich sein, wenn alle Akteure gemeinsam und auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, betont Thomas Kufen, Oberbürger­meister der Stadt Essen. Er richtet das Augenmerk auf die Dynamik: „Stadt­entwicklung ist ein stetiger Prozess, der sich den verändernden Anforderun­gen von Bürgerinnen und Bürger und auch von Unternehmen anpassen muss und von der Digitalisierung noch schneller vorangetrieben wird. „Ziel sollte es deshalb sein, bereits bei der Festlegung des Anforderungsprofils alle relevan­ten Akteure zu beteiligen.“

So verfährt auch die Stadt Mönchengladbach. „Unternehmer und Vertreter der Immobilienwirtschaft initiierten 2010 einen Masterplan für Mönchengladbach, der vom weltbekannten Architekten Sir Nicholas Grimshaw umgesetzt wurde. Darauf aufbauend wurde 2016 die Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wach­sende Stadt entwickelt“, erklärt Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach. „Mit der Reaktivierung von Brachflächen, Flächen­umnutzungen, der Entwicklung neuer Wohngebiete und Wettbewerbsverfah­ren zur Qualitätssicherung machen wir Mönchengladbach zukunftsfähig.“